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Sonntag, 26. Mai 2013

Hilfsgüter hoch auf den gelben Wagen

Kategorie: Logcom

Von: Redaktion
23.07.2012 16:40

Reder Transporte KG stellte Friends-Sattelzug für Hilfstransport zur Verfügung - 90 Kubikmeter Hilfsgüter wurden am Montag, 9. Juli in Andorf verladen, teils per Stapler, großteils händisch. Die Hilfsorganisation ORA International Andorf erhielt dabei tatkräftige Hilfe von den Hörschinger Pfadfindern, die in dieser Woche ihr Sommerlager im Ort abhielten. Damit konnte der LKW bis in den letzten Winkel befüllt werden.

Nicht irgendeinen LKW, sondern einen 16 m langen, leuchtendgelben 3-Achs-Planensattelzug im Friends-on-the-road Design. Er gehört der Reder Transporte KG, ebenfalls aus Hörsching. Reder hat den LKW kostenlos zur Verfügung gestellt und zwei Fahrer haben sich freiwillig gemeldet, die 1200 km nach Apata, einem Dorf in der Nähe von Brasov, zu fahren. ORA International hat viel Erfahrung in der Organisation von Hilfstransporten, mehrmals wöchentlich gehen Lieferungen hinunter. „Es ist jedoch selten, dass wir einen ganzen Sattelzug zur Verfügung haben“, freut sich Hanspeter Hofinger, Leiter von ORA Österreich. Er arbeitet mit Pastor Eduard Rudolf zusammen, der sich unten um die Verteilung der Hilfsgüter kümmert. Vor allem die Bevölkerungsschicht der Roma leben unter miserablen Bedingungen. „Eduard hat auch mit Pfadfinderarbeit begonnen und macht damit gute Erfahrungen“, erzählte Hofinger. „Die führen dort auch gerade Jugendlager durch.“

Ist es Zufall, dass ein Hörschinger LKW in Andorf von Hörschinger Pfadfindern beladen wird? Auch, aber nicht nur. Martin Hauser, Reder-Mitarbeiter der Außenstelle Schärding, hatte die Initiative zum Hilfstransport gesetzt. Dass die Pfadfinder Hörsching ihr Lager in Andorf verbringen können, wurde durch den Einsatz eines anderen  Reder-Mitarbeiters eingefädelt. Und dass Geschäftsführer Günther Reder als Proviantler am Lager dabei war, ergänzt die Sache. Beim Beladen „seines“ LKW war er natürlich dabei und hat kräftig angepackt.

Unmittelbar nach der Verladung begaben sich die beiden Fahrer Andreas Probst und Thomas Lindinger auf den Weg. Im Dienst fahren sie mit Milchsammel-LKW, die Reise nach Rumänien machen sie in ihrer Freizeit. „Das ist einmal ganz was anderes, einen Sattelzug zu fahren, noch dazu im Fernverkehr, und natürlich auch die Abenteuerlust“ , waren die beiden vor ihrem Aufbruch gespannt.

Inzwischen sind sie samt dem Friends-LKW wohlbehalten wieder von ihrer Tour zurück. „Manches war schon ziemlich abenteuerlich, aber wir haben alle Schwierigkeiten gut gemeistert“, erzählt Thomas Lindinger.

Die Straßen sind in einem überraschend guten Zustand in Rumänien. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es noch sehr viel Armut gibt im Land. Hilfstransporte werden daher immer wieder  notwendig sein.

Gruppenfoto: ORA-Team, Pfadfinder-Team, Reder-Team
Gruppenfoto: ORA-Team, Pfadfinder-Team, Reder-Team